Ozeanien > Neuseeland > 13. November 2009

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früh am Morgen

Es ist 05:00 Uhr morgens…
Gestern habe ich von 15:00 bis 22:00 Uhr geschlafen, war dann drei Stunden wach und habe dann noch mal vier Stunden geschlafen. Ich hoffe, dass ich bald einen Rhythmus finde.

In unserem Hostelzimmer sind wir vier Mädels. Wir haben zwei Hochbetten. Wenn jeder mit seinem Rucksack im Raum steht, ist er gefüllt. Fenster haben wir keine. Aber was will man erwarten, wenn man billig übernachten möchte?

unser Zimmer

Um 10:00 Uhr werden Annika und ich zu einem Infogespräch des Reiseveranstalters TravelWorks gehen. Da erfahren wir bestimmt einiges und haben dann mehr Kraft, uns Auckland mal so richtig anzuschauen.

Der Reiseführer Lonely Planet schreibt über Auckland:
„Paris ist ja vielleicht die Stadt der Liebe, doch Auckland ist die „Stadt der Liebenden“, wie ihr Māori-Name Tāmaki Makaurau besagt. Und diese Liebenden begehrten den Ort so sehr, dass sie jahrhundertelang darum kämpften.
Das Wasser ist nirgends weit weg – seien es die herrlichen Surfstrände an der zerklüfteten Westküste oder die unzähligen Inselchen im glitzernden Hauraki Gulf. Und nur eine Autostunde von der höher gelegenen Innenstadt entfernt sind dichte Regenwälder, heiße Thermalquellen, schöne Weingüter und ursprüngliche Naturparks zu entdecken. Kein Wunder, dass Auckland weltweit zu den Großstädten mit der höchsten Lebensqualität und den angenehmsten Lebensumständen gehört.“
Quelle: Lonely Planet – Neuseeland – 7. deutsche Auflage Dezember 2019


nachmittags

Die Infoveranstaltung heute Morgen war sehr hilfreich. Zweieinhalb Stunden ging sie, war sehr anstrengend, aber auch sehr informativ. Die Leute hier sind so unglaublich nett und lustig.
Annika und ich haben unsere Rucksäcke mit Flyern vollgepackt und eine aufladbare Telefonkarte für unsere Handys haben wir ebenfalls bekommen. Auch eine Steuernummer konnten wir direkt während der Veranstaltung beantragen.

Um in Neuseeland arbeiten zu dürfen, haben wir ein Working Holiday Visum. Im Büro von TravelWorks hingen Unmengen an Jobangeboten. Also habe ich heute Morgen einen englischen Lebenslauf geschrieben, was gar nicht so einfach war.
Dazu habe ich mich an einen Computer gesetzt. Nicht aber an irgendeinen, sondern den eines TravelWorks Mitarbeiters. Das war vielleicht peinlich! Dabei stand da extra ein Schild, aber das habe ich natürlich mal wieder übersehen. :-)
Als der Mitarbeiter zurückgekommen ist, hat er meinen englischen Lebenslauf auf Korrektheit überprüft. Das war wirklich toll.

Ferry Terminal in Auckland

Etwas später am Tag sind Annika und ich dann noch zu einer Bank gelaufen, um die Karten für unsere neuen Bankkonten abzuholen. Die Vorkehrungen hierfür haben wir schon bei der Infoveranstaltung erledigt.

Dort hat man uns extra einen Straßenplan mitgegeben; wir haben uns aber trotzdem total verlaufen. Ständig haben wir die Karte umgedreht und wieder eine neue Richtung eingeschlagen. Vier Mal sind wir insgesamt falsch abgebogen und haben über eine Stunde gebraucht, bis wir die Bank schließlich gefunden hatten.

Wir waren nach dem Banktermin zwar immer noch total müde, wollten uns aber unbedingt noch den Hafen von Auckland anschauen. Außerdem waren wir total ausgehungert. Ich hatte am Mittag gerade mal ein Sandwich gegessen und zum Frühstück ein Müsli.
Nach der vielen Lauferei auf der Suche nach etwas Günstigem hatten wir so einen Mordshunger, dass wir irgendwann einfach in das nächstbeste Restaurant gegangen sind. Dummerweise war das wohl eines der teureren. Für meine Spaghetti musste ich 19,50 Neuseeland-Dollar (ca. 15€) blechen. So was kann ich auf Dauer nicht machen.
Geschafft habe ich trotzdem nicht alles; gerade mal die Hälfte. Leider konnte man keine halbe Portion zum halben Preis bestellen. Aber es war sehr sehr lecker!


Auf dem Rückweg zum Hostel haben wir auf der Straße ein Auto gesehen, das keine Heckscheibe hatte. Stattdessen war einfach Folie drübergeklebt. Sowas habe ich noch nie gesehen; in Deutschland würde man dafür angehalten werden.

Sowieso ist hier in Neuseeland in Sachen Autos alles anders: Einen Führerschein bekommt man schon mit 15 Jahren, einen Fahrzeugbrief gibt es nicht (wer das Auto fährt, dem gehört es), angemeldet wird das Auto bei der Post. Wenn der Vorbesitzer noch Schulden darauf hat, muss man diese als neuer Autobesitzer begleichen.

Wir werden beim Autokauf also echt gut aufpassen müssen!
Ein paar Backpacker aus unserem Hostel haben sich ein Auto gekauft, das schon über 300.000 Kilometer und 26 Besitzer hatte.

Wir wollen auch schnellstmöglich ein Auto. Raus aus der Großstadt und ab in die Natur. Hier in Auckland lebt ein Drittel der Bevölkerung; richtiges Stadtleben.

Morgen holt uns ein Mann namens Rawiri ab. Er ist ein echter Māori, den Annika’s Mutter kennengelernt hat, als er in Deutschland war. Bei ihm werden wir voraussichtlich die erste Zeit bleiben.

Dieser Beitrag hat 4 Kommentare

  1. Da kriegt man richtig Lust aufs Reisen :-)
    Die Informationen vom Lonely Planet sind richtig gut. Kurz und knapp und trotzdem aussagekräftig

    1. Ja, das stimmt. Der Lonely Planet ist einfach spitze.

  2. Echt schön der Hafen von Auckland. Ich möchte auch unbedingt mal nach Neuseeland. Wäre es nur nicht so weit bis dort hin.

    1. Ja, die Anreise ist in der Tat nicht zu unterschätzen. Das Land belohnt einen aber allemal.

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