Afrika > Seychellen > 14. Oktober 2018

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Draußen plätschert es vor sich hin. Unser erster Regen auf den Seychellen. Viel kann man bei diesem Wetter nicht machen und das Internet funktioniert auch nur hin und wieder.
Mittags war es noch sonnig, so dass wir die Hälfte des Tages am Strand Beau Vallon verbracht haben und ich auch wieder etwas schnorcheln war. Nur hatte ich wie immer dasselbe Problem, mich nicht auf das offene Meer raus zu trauen. Die auf mich zukommenden Wellen haben mir zu großen Respekt eingeflößt. Ich muss mich eben wieder Stück für Stück rantasten.

Beau Vallon

Beau Vallon ist ein touristischer Hotspot mit jeder Menge Fressbuden. Und trotzdem bin ich als Vegetarierin nicht fündig geworden. In der kreolischen Küche werden viel Fisch und Huhn zubereitet. Außer Salat oder Sandwiches gab es für mich nichts. Und in einem Restaurant, das auch vegetarische Speisen hatte, hätte ich für einen Teller Nudeln umgerechnet 20€ hinblättern müssen.

Also ist es am Ende bei meinem selbst gestrichenen Frischkäsebaguette geblieben. Und bei Dirk leider auch. Denn das Touristenzentrum zu verlassen, um eventuell woanders ein Restaurant zu finden, war an einem Sonntag keine gute Idee. Bis auf die kleinen Tante-Emma-Läden hatte alles geschlossen. Und das vor wenigen Tagen noch so überfüllte Victoria war wie ausgestorben.

Laden zum Einkaufen
einer der allgegenwärtigen Flughunde

Ich bin mir nicht sicher, ob ich die Anmietung eines Autos auf den Seychellen empfehlen kann. Einerseits bemitleide ich diejenigen, die sich zu Fuß die steilen Berge hochkämpfen müssen; ohne Gehwege oder Absperrungen zum Abgrund. Richtige Bushaltestellen hat es auch keine. Wobei die Punkte, an denen die Busse halten, auf der Straße immerhin als Bus-stop markiert sind. Man weiß also wenigstens, wo man warten muss.
Andererseits ist Autofahren hier nicht leicht, wenn man aus Deutschland kommt. Natürlich wird es von Zeit zu Zeit einfacher, aber die ersten Tage schlauchen.

Wirkliche Alternativen gibt es neben Bus- oder Autofahren nicht. Fahrradfahren wäre hier Selbstmord. Und bis auf zwei Rennradfahrer haben wir auch noch keine gesehen. Bei den beiden musste Dirk direkt an die jamaikanische Bobmannschaft aus dem Film Cool Runnings denken und hat vor sich hingeträllert: „Daaas geht über eure Vooorstellungskraft, die Seychellen haben ne Radmannschaft!“


Motorräder sind mir bisher auch kaum aufgefallen und Rollerfahrer sind ebenfalls eher rar. Einen Roller zu mieten war mir in Deutschland nach den enormen Preisen für Mietwägen als nächstes in den Sinn gekommen. Diese werden aufgrund der schlechten Straßen jedoch nicht an Touristen verliehen. Die Info hatte ich mir telefonisch extra von dem seychellischen Konsulat in Frankfurt eingeholt, nachdem ich bei der Onlinerecherche nicht schlau wurde.

Es ist also letzten Endes sowieso nur die Option Mietwagen übriggeblieben. Zumindest in der ersten Woche auf Mahé, denn die Hauptinsel ist größer als man denkt.

Noch in Deutschland hatte ich für die Buchung ca. 20 Onlineanbieter miteinander verglichen. Alle haben um die 70€ pro Tag verlangt, also knapp 500€ für eine Woche. Nur einer hatte einen sehr guten Preis und über den habe ich letztendlich auch gebucht. Der Seychellen Spezialisten Seyvillas.
Auf den Inseln ist es nicht üblich, dass man Autos ohne Selbstbeteiligung mieten kann. Im Falle eines Unfalls müssen trotz Versicherung mehrere hundert, wenn nicht sogar tausend Euro aus eigener Tasche bezahlt werden. Es gibt lediglich die Möglichkeit die Selbstbeteiligung durch einen Aufpreis zu reduzieren. Komplett ausgeschlossen werden kann sie nicht.

Mietwagen von Seyvillas

Seyvillas dagegen hat für Menschen mit dem Bedürfnis nach einer Vollkaskoversicherung ohne Selbstbeteiligung ein gutes Konzept entwickelt. Für einen Aufpreis von nur 43€ kann man die 1.500€ Selbstbeteiligung im Falle eines Schadens komplett ausschließen. Und ein Mietwagen kostet für eine Woche auch nur 350€, also ohnehin schon mal weniger als bei anderen Anbietern. So liegt man zwar immer noch bei knapp 400€, ist damit aber definitiv besser dran.
Außerdem, und das waren für mich weitere ausschlaggebende Punkte, sind gleich mehrere Zusatzfahrer inklusive und zudem versichert. Und man bekommt sogar ein Auto mit Automatik. Diese beiden Kriterien wurden bei anderen Vergleichen nicht erfüllt.
Ich kann bei diesen krassen Auf- und Abfahrten hier wirklich nur jedem raten, nach einem Auto mit Automatik zu suchen.

Und jetzt noch ein abschließender Tipp: Bei einer Mietwagenbuchung ist es wichtig zu beachten, dass im 24-Stunden-Takt vermietet wird. Mietet man das Auto also zum Beispiel am ersten Tag um 09:00 Uhr an und gibt es am letzten um 10:00 Uhr wieder ab, wird wegen dieser einen Stunde mehr ein Extra-Tag berechnet. Wobei man das hier laut Aussage des Verleihers am Flughafen ja wohl lockerer sieht. Aber wer weiß schon, wie das im Ernstfall ausgesehen hätte.

Ich bin gespannt, was uns die nächsten Wochen noch bringen werden. Vielleicht erleben wir ja doch noch die unbeschwerten Seychellen mit viel Ruhe und Entspannung.

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