Ozeanien > Neuseeland > 14. November 2009

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vormittags

Heute war ich um 05:00 Uhr wach. Ich glaube, dass ich den Jetlag zum größten Teil überstanden habe. Die zwei Übernachtungen in dem Hostel sind jetzt um.

Das Duschen hat hier jedes Mal mindestens doppelt so lang gedauert wie daheim, da das Wasser gerade mal fünf Sekunden läuft und dann abschaltet.

Vor dem Auschecken haben Annika und ich unsere Klamotten gewaschen. Wenn ich weiterhin so viel Wäsche in so kurzer Zeit verbrauche, wird das zu einem Problem.

meine Freundin Annika

Im Moment befinden wir uns noch in dem Hostel und hängen in der Lounge ab; in der Hoffnung bald eine Blitzidee zu bekommen, wo wir nun hin sollen. Aber so geht es den meisten anderen Backpackern hier auch. Wie beginnt man denn so eine Reise?

Der Māori Rawiri hat sich leider noch nicht gemeldet, um uns abzuholen. Wenn wir ihn anrufen, geht nur die Mailbox ran. Per E-Mail hat er uns aber vor kurzem geschrieben, dass wir gerne kommen können; also machen wir uns notfalls mit dem Bus auf den Weg zu ihm. Hostels hat es hier in Neuseeland ja wie Sand am Meer, falls wir nicht zu ihm finden.


abends

Der gesamte Tag heute war durchgehend scheiße! Anders kann ich es echt nicht ausdrücken. Annika und ich haben Rawiri noch gefühlt 30 Mal angerufen, ihn aber einfach nicht erreicht.
Ca. vier Stunden sind wir in der Lounge gesessen und wussten nicht, ob wir mit einem Bus losfahren oder auf seinen Anruf warten sollen, für den Fall dass er uns doch noch abholen kommt.

Irgendwann war es uns echt zu blöd, die ganze Zeit rumzusitzen. Deshalb haben wir uns überlegt, einfach mal Richtung Süden in die Stadt Hamilton zu fahren und dort zu übernachten. Wir haben unsere riesigen schweren Backpacker Rucksäcke aufgezogen und sind los. Das war unglaublich anstrengend.
Auf dem Weg zu der Haltestelle haben wir zwei Mädels getroffen, die im selben Hostel übernachtet hatten wie wir. Die beiden haben uns voller Freude erzählt, dass sie sich eben ein Auto gekauft haben. Da waren Annika und ich direkt noch deprimierter, weil wir auch so gerne eins hätten, den Kauf aber nicht überstürzen wollen.

Sky Tower in Auckland

Wir haben uns dann mitten in Auckland hingesetzt; total kaputt, mit schmerzenden Schultern. Über eine halbe Stunde sind wir da gesessen, bis wir uns entschieden haben, wieder zurück zum Hostel zu gehen und weiter zu warten.
Nirgends kann man wohl besser Autos kaufen als hier in Auckland. Wären wir einfach nach Hamilton gefahren, hätten wir nach einer Woche wieder das komplette Stück zurückfahren müssen, um samstags auf einer Art Flohmarkt für gebrauchte Autos unser Glück zu versuchen. Heute haben wir diesen leider verpasst, weil wir gehofft hatten, von Rawiri abgeholt zu werden.

Zurück im Hostel haben wir uns dann wieder in die Lounge gesetzt und gewartet, gewartet, gewartet… Irgendwann hat Rawiri dann doch tatsächlich noch angerufen. Na endlich!
Er hatte angenommen, wir wollten uns schon gestern bei ihm melden und nicht erst heute. Das hatten wir ja auch, aber anscheinend haben wir uns verpasst. Wir wissen auch nicht, was da schiefgelaufen ist.
Jedenfalls fahren wir jetzt erst morgen zu ihm. Mit dem Bus.

Es musste also eine weitere Nacht hier im Hostel gebucht werden. Annika hat es jedoch total vor den Zimmern gegraut, die sich mehr als vier Personen teilen. Das sind die günstigsten.
Während sie in der Lounge gewartet hat, bin ich an die Rezeption gegangen und habe mich vor lauter Müdigkeit gleich mal verquatscht: “We reed a noom. Ääääh, we need a room.“

Ein Doppelzimmer hätte NZ$90 (ca. 45€) pro Person gekostet und das wäre eindeutig zu teuer gewesen. Alternativ hat die Frau gemeint: “You can have a sanctuary.“ Das Wort hatte ich noch nie zuvor gehört, aber es hat „nur“ NZ$30 (ca. 15€) pro Person gekostet, also habe ich es einfach genommen.
Im Wörterbuch habe ich dann nachgeschlagen, was das heißt. Annika hat geheult vor Lachen. Entweder „Schutzgebiet“ oder „Unterkunft für Tiere“. Na toll. :-)
(Letztendlich war es zu Annika’s „Freude“ ein Achtbettzimmer. So viel zu Zimmern mit mehr als vier Personen.)

 

Dieser Beitrag hat 2 Kommentare

  1. Arme Annika :-) ha ha ha :-)

  2. Ach ihr Armen. Aller Anfang ist schwer.

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