Ozeanien > Neuseeland > 15. November 2009

Diese Seite enthält Werbung.

Heute hat der Tag richtig gut angefangen. Ich habe bis 06:00 Uhr geschlafen und war nicht müde. Den Jetlag habe ich überwunden.

Nachdem Annika und ich heute endgültig aus unserem Hostel ausgecheckt hatten, sind wir zur Bushaltestelle am Sky Tower gelaufen – der Sehenswürdigkeit schlechthin in Auckland. Dort haben wir gefrühstückt. Gesellschaft hatten wir dabei von ganz vielen kleinen Vögeln, die Annika das Essen vom Teller geklaut haben. Ganz schön dreist. :-)

Um kurz vor neun sind wir zur Haltestelle weitergegangen, um einen Bus nach Te Kuiti zu nehmen, wo Rawiri wohnt. Vorher hatte ich bereits bei der InterCity angerufen, die für den Busverkehr zuständig ist. Als Backpacker zahlen wir für die dreistündige Fahrt Richtung Süden gerade mal NZ$47 (ca. 24€) pro Person.

Dort angekommen haben wir den Fahrplan nicht verstanden. Wir wussten nicht, in welchen Bus wir einsteigen mussten. Also habe ich jemanden gefragt. Der wusste leider auch nicht so richtig Bescheid.

Auf der anderen Straßenseite hat zeitgleich ein Bus Halt gemacht. Ich habe mein Gepäck abgelegt und Annika beauftragt, kurz darauf aufzupassen. Dann bin ich rübergerannt, eingestiegen und habe den Fahrer gefragt: “Excuse me, do you know which bus drives to Te Kuiti?“, und er darauf etwas teilnahmslos: “One moment.“ Dann hat er die Tür zugemacht und ist einfach losgefahren; mit mir darin! Vor lauter Aufregung habe ich geschrien: “I don’t want to drive!!“, und er ganz lässig: “Calm down, calm down.“
Annika, die durch die Fensterscheiben immer kleiner wurde, habe ich einen ganz verzweifelten Blick zugeworfen. Plötzlich hat der Fahrer angehalten und auf einen anderen Bus gezeigt. “That’s the bus.“, hat er gemeint.

Blitzschnell bin ich wieder ausgestiegen und zu Annika gerannt. Nach dem Kauf zweier Tickets konnte die Reise ins Unbekannte losgehen. Während der Fahrt haben wir versucht, uns schon mal an die linke Spur zu gewöhnen.

In Neuseeland ist alles grün und ganz anders. Hier stehen Palmen direkt neben Tannen. Allein aus dem Fenster zu schauen war schon interessant.

Wie Rawiri aussieht, wussten wir zu diesem Zeitpunkt noch gar nicht. Er wollte uns jedenfalls an der Haltestelle in Te Kuiti abholen und so schwer konnte es ja nicht werden, einander zu erkennen. Und tatsächlich wussten wir beim Aussteigen sofort, wer er war. :-)

unsere Schlafkabine von innen

In seinem Garten hat er eine Kabine mit zwei Betten darin stehen. Dort werden Annika und ich schlafen. In seinem Haus haben wir gleich bei der Ankunft etwas zu essen und zu trinken bekommen; und Lena Nadja kennengelernt. Sie ist 27 und auch aus Deutschland.

Rawiri wollte, dass sie uns die Rabbit Competition zeigt, die an diesem Tag in Te Kuiti stattgefunden hat. Dabei werden tote Hasen an ihren Ohren gepackt und wer sie am weitesten wirft, hat gewonnen. Echt verrückt die Neuseeländer!
Wir waren (zu meinem Glück) zu spät dran, also haben wir uns stattdessen zu dritt die Gegend angeschaut. Hobbit Hotels gibt es hier; wie bei „Der Herr der Ringe“. :-)

Danach waren wir bei einem Hasenschärer. So flauschige Häschen habe ich noch nie gesehen. German Angora Rabbits nennt man diese Art. Sie werden dort geschoren und aus dem Fell wird Kleidung gemacht.

(Nachtrag 15.01.2019: Die armen Viecher leben in Käfigen. Niemals würde mich da heutzutage jemand rein kriegen!)

Ruakuri Reservat

Gleich danach haben wir eine Buschwanderung durch das Ruakuri Reservat gemacht; ein Wald mit Höhlen. Da sind wir etwas spazieren gegangen. Das war echt toll!

Zurück bei Rawiri hat er uns gebeten, uns wie zu Hause zu fühlen. Er hat mir eine Regenjacke, Hausschuhe und eine Decke für den Aufenthalt bei ihm gegeben.
Gerade sitze ich mit hochgelegten Füßen auf einem Sessel in seinem Wohnzimmer. :-)

Das ist toll, aber ich vermisse Dirk ganz schrecklich. Es macht mich fix und fertig, von ihm getrennt zu sein. Und das über so einen langen Zeitraum hinweg. :-(

 

Dieser Beitrag hat 2 Kommentare

  1. Hattet ihr ein Glück mit diesem Maori ! Freue mich auf den nächsten Bericht . Melanie

    1. Ja echt klasse Miriam!

Schreibe einen Kommentar

Menü schließen