Ozeanien > Neuseeland > 18. Dezember 2009

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Ich habe den Job als Kindermädchen geschmissen. Welch Überraschung…

14 Stunden am Tag sollte ich arbeiten. Und das für NZ$10 (ca. 5€) am Tag. Wie soll ich denn bitte so Geld zur Seite legen? Klar, das habe ich auch vorher schon gewusst. Ich hatte die Stelle aber trotzdem angenommen; wahrscheinlich aus der Verzweiflung heraus, dass ich für eine so kurze Zeit nichts anderes gefunden hätte.

Bei der Familie habe ich mich einfach schrecklich unwohl gefühlt. Dadurch, dass die kleine Megan mir nie von der Seite gewichen ist, hatte ich keine einzige freie Minute für mich. Und in der Garage voller Spielzeug habe ich mich gefühlt wie in einer Abstellkammer. Außerdem hat mir das Essen nie geschmeckt, das mir Jara gekocht hat.

Ich habe der Familie gegenüber natürlich ein sehr schlechtes Gewissen. Zum Glück konnte ich darüber mit Rawiri sprechen, der sich sehr gefreut hat mich wiederzusehen. Er hat gemeint, dass es nicht schlimm sei, Ansprüche zu haben und dass man sich nicht krampfartig durch etwas durchbeißen sollte, wenn es einfach nicht das ist, wonach man gesucht hat. Und bei dem Tageslohn hat er auch nur den Kopf geschüttelt.
Seine unterstützenden Worte haben mich sehr aufgebaut.


Annika ist auch dauernd damit beschäftigt, Bewerbungen zu schreiben. Vor lauter Suchen nach Arbeit vergessen wir völlig, unsere Zeit hier am Ende der Welt zu genießen.
Um die Köpfe freizukriegen, werden wir morgen wieder nach Rotorua fahren, danach weiter Richtung Osten, dann möchten wir Weihnachten am Strand feiern und für Silvester überlegen wir uns auch noch was Schönes. Die Jobsuche hat jetzt erst mal ein paar Tage Pause.

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