Afrika > Seychellen > 26. Oktober 2018

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Mein Gott, was für ein Tag! Was für eine Insel!
Das kleine La Digue hat so viel zu bieten.

Auch wenn die Nacht wegen ausfallenden Stroms und folglich ausfallender Klimaanlage nicht gerade angenehm war, war es der Tag umso mehr. Ich glaube, dass wir so viel schwitzen, ist gut für uns. Ich denke, bei drei Wochen Durchschwitzen absorbiert der Körper auch so einiges Schlechtes.

Veuve Reserve

Ohne allzu viel zu erwarten sind wir heute durch das Veuve Reserve gelaufen, das sich genau gegenüber unserer Unterkunft befindet. Daran, den seltenen Seychellen-Paradiesschnäpper dort tatsächlich zu sichten, habe ich nicht wirklich geglaubt; und daran, ihn sogar noch ablichten zu können schon gar nicht. Ganz schön eindrucksvoll ist dieser Vogel mit seinen blauen Augen und dem langen Schwanz, der sich elegant bewegt.
Wir haben auch noch ein paar weitere Vogelarten gesehen. Und natürlich, wie könnte es auch anders sein, etliche Eidechsen, Krabben und Palmspinnen; ohne diese drei vergeht kein Tag.

Seychellen-Paradiesschnäpper

Palmspinne

Das Reservat zu erkundschaften hat meinen Tag schon perfekt gemacht. Der anschließende Schnorchelspot hat aber noch mal eine Schippe draufgelegt. Gestern schon hat mich die Anse Patates mit ihrem strahlenden Türkis beeindruckt.
Mit den Fahrrädern waren wir bei gemütlichem Radeln in nur etwa 10 Minuten ein zweites Mal dort. Heute aber nicht nur zum Fotos schießen, sondern auch um uns die Unterwasserwelt anzuschauen.
Im Gegensatz zu vielen anderen Buchten gibt es hier kein vorgelagertes Riff. Man läuft also nicht ewig weit in das Wasser rein, sondern erreicht relativ schnell eine optimale Tiefe. Und dort tummelt sich eine Artenvielfalt, wie ich sie selten gesehen habe. Sogar ein Oktopus war mit dabei. Über den habe ich mich ganz besonders gefreut.

mit den Fahrrädern zur Anse Patates – Begegnung mit einer Riesenschildkröte
Anse Patates

Diese Tiere sind unheimlich interessant und noch dazu sehr schlau und lernfähig. Hätte sich der Oktopus nicht bewegt, hätte ich ihn gar nicht bemerkt, so gut getarnt war er.
„Octo“ kommt übrigens aus dem Griechischen und bedeutet „acht“. Von ihren acht Armen nutzen sie einen am liebsten und neben einem Hauptherz besitzen sie noch zwei Nebenherzen. Maximal drei Jahre werden sie alt, sind Einzelgänger und – Achtung – fressen einander.
Außerdem sind sie ultraschnell. Fühlen sie sich bedroht, attackieren sie den Feind mit Tinte, saugen Wasser ein und spucken es aus dem Mund wieder aus, wodurch sie bis zu 50 km/h schnell werden. Faszinierend, diese Meeresbewohner.

Papageifisch
Oktopus

Die vielen Fische waren unglaublich farbenfroh.
Leuchtend blau und häufig vorzufinden ist der Weißkehl-Doktorfisch. Auch Dorie aus dem Film „Findet Nemo“ ist ein Doktorfisch; ein Paletten-Doktorfisch.
Blaustreifen-Doktorfische haben wir hier schon des Öfteren gesehen. Sie sind blau-gelb gestreift und fallen ebenfalls durch ihre leuchtende Farbe auf.
Einen besonders lustigen Namen hat der Sträflings-Doktorfisch, der diesen aufgrund seiner Streifen trägt, wie man sie von Häftlingskleidung kennt.
Den winzigen Riffbarsch Caeruleus Demoiselle kann man beim Schnorcheln fast nicht verfehlen. Selbst in seichten Gewässern lässt er sich blicken.
Gleiches gilt für den Riffbarsch Indo-Pazifischer Sergeant, der in der Regel im Schwarm lebt und den Fähnchen-Falterfisch, der dagegen eher allein unterwegs ist.
Meine absolute Lieblingsfischart hier auf den Seychellen ist der Papageifisch. Er kommt in unzähligen Farben vor.

Doktorfische


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